Siko München

Waffen für ..?

Es ist eine makabre Diskussion, die zur Zeit stattfindet über die kurdische Gegenwehr zur IS usw.

Die Graswurzelrevolution hat das verdienstvoll/kritisch aufgegriffen, endlich.

Daraus:
" ... Dieselben Probleme und Widersprüche dürften sich bei der kommenden Mobilisierung für die jedes Jahr stattfindenden Proteste gegen die militärische Sicherheitskonferenz in München auftun, die ursprünglich ebenfalls von antimilitaristischen autonomen Gruppen initiiert worden sind. Sie alle stehen in dem Dilemma, einerseits die Bundeswehr als Waffenlieferer für die Türkei und via türkische Waffenlieferungen für den IS als mitverantwortlich für den mörderischen IS-Krieg zu erklären und gleichzeitig an diese Bundesregierung, diese Bundeswehr und die deutschen Rüstungsfirmen Lieferungen "moderner" und "effektiver" Waffen herantragen zu müssen. Aus diesem Widerspruch gibt es kein Entkommen und daraus resultiert notwendig eine öffentlichkeitswirksame Legitimierung von Bundeswehr und Waffenindustrie von linksradikaler Seite. ..."

Einen Gedanken möchte ich hier (aus Zeitgründen eh zu knapp) anfügen:

Nato-Staaten inkl. Deutschland, Türkei und USA haben genausowenig wie der IS Interesse an alternativen Gesellschaftentwürfen, wie sie jetzt von den Kurden angestrebt werden.
Was aber immer ungerührt betrieben wird, sind die militärischen Auseinadersetzungen, die jegliche emanzipierte Entwicklung in der Region torpedieren.

So sitzen USA und Partner am Regler, um je nach Entwicklung des kriegerischen Kräfteverhältnisses mal mehr mal weniger an passender Stelle enzugreifen mit dem Ziel, ein Austrocknen der Schusswechsel zu verhindern. Sie reiben sich zufrieden die Hände, solange der Krieg fortgesetzt wird ...

Die lokalen Kämpfer die an Verteidigung ihrer Errungenschaften denken, erscheinen so vor allem als Bauern auf dem Spielfeld eines neuen Kolonialismus - welche Perspektive haben die Kämpfe mit diesem Umfeld?

SIKO 2013 - Nachtrag

Vorsicht - alles weitere hier extrem insidermäßig - wer nicht wirklich was damit anfangen kann, muß auch nicht weiterlesen. (Außerdem, der Text hier ist nicht fertig und wird sich wohl noch mehrfach ändern).

Das Plenum vom "Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz" hat am 3.12.2013 beschlossen, der Forderung der ALM entsprechend den Beitrag zur Rednerinnenkontroverse 2013 auf sicherheitskonferenz.de zu löschen (siehe www.sicherheitskonferenz.de/de/Siko-Kontroverse-2013-I.Viett).

Ich selber war bei dem Treffen nicht dabei und hatte auch vorher nicht mitbekommen, daß der Punkt ansteht, sonst hätte ich versucht zu dem Termin zu kommen; den Beschluß fand ich dann im Protokoll - und kann ihm nicht zustimmen. Hier also ein nachträgliches empörtes "Minderheitenvotum".

Ich kann dies aber nicht rückwirkend stellvertretend lösen, deshalb wurde wie nebenan zu lesen, der entsprechende Beitrag vom Archiv bei sicherheitskonferenz.de in diesen Blog verschoben (ebenso die PDF-Datei). Der ursprüngliche Artikel wurde ersetzt durch einen knappen Hinweis auf die Verschiebung - also nicht "spurlos" (Der "Platzhalter" ist z.B. auch via Jahresdarstellung zu finden).

Statt einer Löschung hätte ich mich für eine Vereinbarung zur Ergänzung des Artikels eingesetzt (mehr bei Interesse).

Es ist gut und notwendig, daß jetzt für die neue Kampage die "alten Beteiligten" versuchen wieder zusammenzuarbeiten. ...

Die Kontroverse - Update Dez. 2013

Unter dieser Überschrift erschien auf www.sicherheitskonferenz.de am 4. März 2013 ein knapper Artikel zum damaligen Rednerinnenkonflikt, mit einer ausführlicheren Stellungnahme in einer PDF.

Am 3.12.2014 beschloß das Siko-Bündnis-Plenum auf Forderung der ALM den Text zu löschen. Ich war als Webmaster von sicherheitskonferenz.de am Beschluß nicht beteiligt. Ich bin gegen Löschung, weil in meinen Augen die richtigere Alternative gewesen wäre, den Artikel zu ergänzen.

Jetzt archiviere ich den ursprünglichen Text (meines Wissens im Web mit der PDF-Datei die einzige zusammenhängende Darstellung der Vorgänge, die bei aller "Parteilichkeit" ein gewisses Verständnis erlaubt) hier im Blog (im Anschluß), meine Stellungnahme und Infos dazu bringe ich (nach und nach) nebenan.

Im Kasten der ursprüngliche Artikel:

Es war von Anfang an klar, daß die Kontroverse um die Rednerin des Antikapitalistischen Blocks nach der Demo nicht ausgestanden sein würde - dazu war der Knall zu groß. Ein Bündnis, jahrelang stabil und außergewöhnlich produktiv, natürlich immer wieder herausfordernd und anstrengend - und dann sowas.

Das Problem? Ein RAF-Promi verknüpft mit Inhalten meilenweit vom Aufruf-Konsens als Rednerin im eigentlich gemeinsamen Programm - das funktioniert nicht - es sprengt schlicht den Unterstützerkreis.

Der "Überbringer dieser Botschaft" - d.h. vor allem Claus Schreer - bekommt nun alle mögliche Kritik ab für den Inhalt dieser Botschaft - das ist ebenso gewöhnlich wie ungut, ändert aber nichts am Sachverhalt, den er klargestellt hat.

Von einigen der Szene wird "jetzt erst recht" beansprucht, so eine Rednerin zum "gemeinsamen Repertoire" zu zählen. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Viele fragen sich natürlich, was da im ehemaligen Aktionsbündnis eigentlich los war. Normalerweise treten die praktischen Abläufe gegenüber den Inhalten hier auf der Seite zurück - jetzt aber besteht klar das Bedürfnis nach mehr Einblick, auch wenn es kein sehr erfreulicher ist. Hier also ..

eine wertende Darstellung der Abläufe zum Konflikt (PDF 95k) Link jetzt hier lokal.



Auch dieses Jahr: Wie immer "nach der Demo" wird es auf dieser Seite ruhiger (im Hintergrund muß trotzdem weiter an der Technik gedreht werden ..), andere Projekte brauchen jetzt auch wieder mehr Zeit ...

Ich sammle mal wieder: Mali, Syrien, Drohnen ...

Eigentlich sollte hier mehr zu den beiden Ostermärschen auftauchen, nur die Zeit reicht halt kaum ..

Ein aktueller Hinweis ist aber fällig:
Bei der BIFA habe ich eine neuere Linkliste gestartet für gerade brennende Themen: "Was uns bewegt".

Der Ausgangspunkt war die schon länger gestartete entsprechende Linkliste der Saison auf der Siko-Seite, die ich in der Regel nicht fortführen kann.

Bei der BIFA dagegen habe ich begonnen, die Themen gleich zu gruppieren. Da fallen dann einige Links durchs Raster, aber der Rest ist deutlicher:

Es gibt auch dort noch mehr Themen, aber die Zeit reicht nicht für alles, wie gesagt ...