Kommentare aus der AMAZONAS-Box
Politik und Technik aus München - Pazifistisch
mit dem Fahrrad (Peace, cycling and more)

Sozialforen, Gewerkschaft

Mittwoch, 25.10.2006    

Bahn-Schwan

(Link weg) Einen Jux wollten sie sich machen, und es wurde gut:
eine Aktion gefilmt, zum Nachmachen!
Hier (Link weg) Video zum Download (WMV 31Mb) - kleinere Fassungen (Link weg) bei der "Quelle" , ebenso mehr "Material zur Aktion ..."

Hartz IV - Perversionen im Schnüffelstaat

Was ich hier über die Hartz-IV-Schnüffler in Schweinfurt lesen muß, schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht ...

Angesichts dieser Behördenexcesse - die um angeblich Geld zu sparen, die Perversionen von fehlgeleiter MitarbeiterInnen beim Schnüffeln ausleben lassen, bleibt selbst mir die Spucke weg.

Sonntag, 22.10.2006    

Media-Negativ-Markt

Beim Tagesschau-Web (Link weg): Nach den Handelsketten Real und Lidl ist in Polen nun auch Media Markt in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Der Konzern kündigte aus "disziplinarischen Maßnahmen" einem Gewerkschafter. Dabei wollte dieser nur einen Betriebsrat gründen.

wer dort (noch, weiter) kauft ...

(Gewährleistung für *frühere* Käufe wird natürlich in Anspruch genommen!)

Samstag, 21.10.2006    

... hat geklappt!

"Wer uns unsre Rente nimmt, niemals in den Himmel kimmt .."

Die Mobilisierung war bayernweit - und hat denk ich bemerkenswert gut geklappt.

Die Schwanthalerstraße war kurz nach 11 von der Straße bis vorne zur Sonnenstraße gefüllt, so hatte ich es noch nicht erlebt.

Wer auch da war: die Bilder sind natürlich etwas willkürlich, ich war nicht speziell zum Fotografieren dabei ;-)

Die politische Bandbreite "auf der Bühne", beim "offiziellen Programm" ist natürlich nicht sehr groß, bei den TeilnehmerInnen siehts dann doch besser aus.

Große Frage: Bleibt jetzt die - hm - Kampfbereitschaft erhalten, oder entsteht wieder der Eindruck, wie er sich bei der "Aufstehn .."-Demo am 3.4.2004 in Stuttgart (hier meine Notiz von damals, nach unten scrollen) hinterher aufdrängte, daß es um "Dampf ablassen ohne Konsequenzen" geht?

Die "übrigen sozialen Bewegungen" versuchen natürlich dran zu bleiben, aber der DGB hat doch "die" Organisierungsfähigkeit - hat man heute gemerkt ...

noch ein paar Bilder ...

Mobilisierung ..

Mobilisierung diesmal auch per Plakatwand - Bild Anfang der Woche irgendwo in München.

Das geschieht nicht oft, daß die Gewerkschaften so mit Plakatwänden werben, diese Motive sah ich wirklich oft in München.

Andererseits gibt es auch etwas Verwirrung übers heutige Programm - auf dem Plakat steht nur der Marienplatz. Seit irgendwann (?)kam die Demo ab Gewerkschaftshaus 12 Uhr dazu, und die Zeiten wechselten, 11:40h, bzw. 11:30h für den Auftakt dort. Inzwischen hat die "alternativere Szene", die sowieso dazu mobilisiert, die praktische Sitation nutzend, daß ein paar Meter vor dem Gewerkschaftshaus der vertraute Treff "EineWeltHaus" liegt, zum Sammeln dort aufgerufen. Jedenfalls läuft nachher in der Schwanthalerstraße die Demonstration los.

Wir werden sehn. Bis gleich.

Übrigens, es war diese Woche gar nicht so einfach noch Flugblätter aufzutreiben. Im Gewerkschaftshaus (sowieso als Baustelle mit Handicap) lagen keine mehr rum - in den Büros dort wurde bei Bedarf - halt während der Geschäftszeiten - nachkopiert ...

Ein paar Links drüben bei der BIFA, wiederhole ich hier nicht.

Und, schnell noch: Über das schwache Motto ließ ich mich schon aus. Der DGB und dessen hilfloser Umgang mit den Regierenden, speziell die "babylonische Gefangenschaft in der Sozialdemokratie", ist ein Teil des Problems - muss aber auch ein Teil der Lösung werden - momentan sieht das aber noch recht schwierig aus.

Dienstag, 17.10.2006    

Krokodilstränen

Wer hätte das gedacht - Butterwegge im Tagesschau-interview! (Link leider tot)
Krokodilstränen nennt er die Diskussion bei der SPD - das ist eh klar-

Wir sind viele, sie sind wenige

scusi! landet - mit Umwegen - bei A. Roy.

Samstag, 14.10.2006    

Aktionstag 21.10.06

Wichtiger Tag, ist doch klar. Jetzt hab ichs auch für passend empfunden, drüben bei der BIFA kurz darauf einzugehen, "Was hat eine Friedensinitative mit den Gewerkschaften am Hut?".

Neben DGB-Links ist natürlich der Verweis auf die weitergehende Diskussion beim LabourNet obligatorisch ("Nicht bellen, beissen"), ebenso wie der Appell "Spart endlich bei der Rüstung".

Freitag, 13.10.2006    

Bahn-Aktion in München

(Link weg) .. trotzdem krieg ich's auch nur via Web mit; macht nix - auf jeden Fall eine gelungene Sache. (Link weg) Attac München + Robin Wood (Link weg) - die bundesweite Bahnkampagne hat merklich an Fahrt gewonnen.

... Der Deutsche Bundestag wird voraussichtlich noch im Oktober 2006 über den so genannten Börsengang der Deutschen Bahn entscheiden. Debattiert werden derzeit vor allem verschiedene Verkaufsszenarien. Ob die Bahn überhaupt verkauft werden soll, ist jedoch noch gar nicht entschieden - und alles spricht gegen einen Verkauf.
 
Die Bahn ist öffentliches Gut, aus Steuermitteln finanziert. Der Gesamtwert der Anlagen, von Schienennetz, Zügen, Bahnhofsgebäuden wird auf über 100.000 Millionen Euro geschätzt. Für nicht mal ein Zehntel soll dieses öffentliche Vermögen an Investoren verkauft werden. "Im Klartext: Die Steuerzahler finanzieren auf Jahre hinaus die Gewinne der Investoren und müssen darüber hinaus weiterhin für die garantierten staatlichen Zuschüsse aufkommen." ...

auch gut: Die Bahn verbessern statt verhökern
...

Meine eigenen Bahnerfahrungen mit England als "berüchtigtem" Privatisierungsbeispiel muß ich auch noch gelegentlich beisteuern ..

Freitag, 6.10.2006    

BenQ: München, Wittelsbacher Platz

Über Pleiten wie BenQ brauche ich hier nicht noch viel Worte zuverlieren, aber eins will ich hier weitergeben:
Betroffene Beschäftigte treffen sich diesen Freitag 6.10.06 ab 13 Uhr wieder auf dem Wittelsbacher Platz zur Kundgebung!

Solidaritätsbesuche sind ausdrücklich erwünscht!

(siehe auch http://www.igmetall-muenchen.de - eigentlicher Link weg!)

Dienstag, 26.9.2006    

Geschäftsmodell

... Man gründe aus einem Forschungsinstitut heraus eine Biotech- oder Software-Firma, erzähle Analysten und Journalistenmöglichst hochtrabende Dinge über das Produkt, laden sie zu Champagner und Kaviar und zu einem schicken Kongress auf Gran Canaria ein, nachdem das Marketing das eigentlich noch gar nicht entwickelte Produkt hochlügt, stelle man möglichst viele Vertriebler ein, die ein rasantes Firmenwachstum vorgaukeln (So von 4 auf 50 Leute in 2 Jahren), gewinne VC-Fonds als weitere Kapitalgeber hinzu und mache dann einen IPO. Der ist ganz wichtig, denn Existenzzweck der Firma ist nur der Verkauf der Aktie, nicht die Produktion von irgendwas.

Das, sagt netbitchonline, war die Normalität von 1997 - 2002.

Ok, Congress auf Cran Canaria ist glaub ich nicht mehr in.

Samstag, 23.9.2006    

Lidl, Metro, und alle weiteren

Beim LabourNet wird ein Erlebnisbericht vorgestellt, der den Umgang von "Metro" als Arbeitgeber mit den Beschäftigten deutlich macht.

Verdienstvolle Aufklärung; manchmal brauchen auch Leute von ver.di noch deutlich Nachhilfe ...

(zur Klarstellung: ich habe selbst keine solche Probleme mit ver.di - ich bin meist froh über die Leute die ich in München kenne; so viel kenne ich allerdings auch wieder nicht ;-) Aber gerade auch hier in München kann man mitkriegen, wie sich die ver.di-Leute die Beine ausreißen, ok!

Was ich sehr wohl auch kenne: Gewerkschafter, die der "harmonisierenden Fassade" des Arbeitgebers nichts entgegenzusetzen wissen ...

Donnerstag, 24.8.2006    

Der "gute Ruf" einer Schule

Wieder mal Bertelsmann. Allmählich wird sich die Szene über den Moloch klarer. Ingrid Lohmann schreibt im Freitag, wie die Schulen zurechtprivatisiert werden: "Jede Schule ein kleines Unternehmen".

Ich komm nicht nach - das liegt 3 Ausgaben zurück, erinnert via LabourNet. Sei's drum

Mittwoch, 23.8.2006    

In die Röhre geschaut

Die heutige Privatisierungspolitik ist eine ideologische Konstruktion, die nie das Versprochene leistet.

Ein besonders eklatanter Fall wird hier von Wilhelm Rühl (via attac-Maillingliste) weitergegeben:

Der privat finanzierte Herrentunnel in Lübeck droht zum Millionengrab zu werden. Dennoch Bekenntnis zu Folgeprojekten. ...
Flucht aus einem vermeidlichen Zukunftsprojekt ­ mit Folgen weit über die Lübecker Röhre hinaus. Denn Hochtief, das die zweite Hälfte des Betreiberkonsortiums bildet, legte nach und schrieb einen Teil seines elf Millionen schweren Tunnel­Engagements ab. Und das, nachdem bereits ein ähnliches Projekt, der von dem französischen Baukonzern Bouygues und von Macquarie aus Australien privat finanzierte Warnowtunnel in Rostock, nur durch die Verlängerung der Konzessionszeit knapp an der Pleite vorbeigeschrammt war.

Der Artikel aus der Welt zählt noch auf, wo doch noch überall was ginge. Er zählt nicht auf, was anders besser ginge :(

Sonntag, 13.8.2006    

Badetag in Heiligendamm

Sportliches bei Indymedia im Bild gefällt mir fast immer, drum hier wieder der Verweis auf die forschen Aktivitäten dort oben. Das G8-Treffen Heiligendamm wirft seinen Schatten voraus. Ich glaub zwar nicht, daß ich es selbst mal dort hin schaffe, aber grüßen möchte ich die munteren Kreise wenigstens von hier.

Dann kommt da noch eine Rebell Clowns Army vor - nein, nicht doch, eine Army? Ist die mit der Heilsarmee verwandt?

Kongo: France and its allies

Während wir noch auf die Ergebnisse warten, hier eine Vorwahleinschätzung - auf englisch, aus Oslo,
von http://www.pambazuka.org/en/category/features/35486 via Histologion.

(Wenn ich das alles übersetzt bekäme ...)

... What is evident is that France and its allies, African as well as non-African, do not wish to see the DRC become a regional power in Central Africa, and thus constitute a threat to French hegemony and Western interests in the sub-region. A strong state in the Congo will not only threaten French control over the resource-rich countries in the sub-region, namely, Cameroon, the Central African Republic, Chad, Congo-Brazzaville, Equatorial Guinea, Gabon and Sao Tome and Principe.
 
Moreover, the DRC has enough arable soil, rainfall, lakes and rivers to become the breadbasket of Africa, and enough hydroelectric power to light up the whole continent from the Cape to Cairo.

[...]
The forthcoming election means more to the international community, which is spending heavily on it and even sending in European Union forces to supplement MONUC to ensure that it is being held, than to the Congolese people. The major powers of the world and the international organizations under their control would like to legitimize their current client regime in Kinshasa so they can continue unfettered to extract all the resources they need from the Congo. ...

Donnerstag, 10.8.2006    

Intergalaktische Kommission der EZLN

Die Zapatisten möchte ich auch nicht aus den Augen verlieren - liefern sie doch das Beispiel für ein Politikkonzept, das - zum Beispiel, unter Anderem - auf Autonomie statt Staatsmacht setzt, und in meinen Augen mit die wichtigsten politischen Innovationen (hier traue ich mich den Begriff anzuwenden) der letzten Jahrzehnte vorführten. Sie haben leider immer wieder mit der staatlichen Repression zu kämpfen, s. Berichte auf Indymedia.

Also: Im ZMAG gibts das Kommunique der Intergalaktischen Kommission der EZLN: Bericht über die erste Phase der Consulta für das Intergalaktische Treffen.

Original Spanisch hier

Daraus, Gesamtzahl der Unterstützer weltweit: ...
Sonntag, 16.7.2006    

Sozialmeile

"Sozialmeile" - so nennt das Münchner Sozialforum seinen Beitrag diesen Sonntag beim Streetlife - Festival (ja, genau - wegen dem stritt man sich letztes Jahr um die LORA-"Zulassung").

Dieses Jahr ist die BIFA dabei. Ich bin nicht die ganze Zeit am Stand, aber es gibt eine Zeitplanung am Stand, wo man sich erkundigen kann wann ich anzutreffen bin ..

Dienstag, 27.6.2006    

Gewerkschaften und ihre Probleme

... (auch) eine unendliche Geschichte.

In ihrem Artikel in der "Graswurzelrevolution" - hier via LinksNet - geht Mag Wompel (LabourNet) analytisch und pragmatisch darauf ein - ich hoffe es gibt genug GewerkschafterInnen, bei denen die Gedanken auf fruchtbaren Boden fallen.

Die Abseitsfalle müssen wir noch üben - Ver.di-Streik im selbst verschuldeten Defensivdilemma.

... (das Zitat ist nur ein Aspekt herausgegriffen, lest selber ...)
Auf die Idee, dass Streiks den Arbeitgeber und nicht die Kunden treffen sollten, ist man (v.a. in BaWü) erst spät und m.E. unzureichend gekommen. Und auf den Rückgriff auf die (im LabourNet Germany seit längerem leidenschaftlich verbreiteten) internationalen Erfahrungen mit sozial angepassten Streikmaßnahmen leider gar nicht.
Wie in Frankreich, als nur die Arbeitgeberpost liegen blieb und die Erwerbslosen-Checks ausgetragen wurden, hätte man den Müll nur in reichen Vierteln liegen lassen können (oder gar dorthin karren?). Wie in den Niederlanden – wo allein die Androhung, an einem Samstag keine Zugfahrscheine zu kontrollieren, für eine 6 %ige Lohnerhöhung reichte – oder wie in Frankreich und Großbritannien – wo der Personennahverkehr zwar rollte, aber unentgeltlich - hätten Verwaltungsangestellte auf die Gebühren für die Passausstellung oder Klinikangestellte auf die Erfassung der Versicherungskarte verzichten können, anstatt wichtige Funktionen für die BürgerInnen einfach zu verweigern.
Dies sind nur einige Beispiele, wie die Dienstleistung aufrecht erhalten wird und zugleich die Richtigen trifft. Diese Beispiele könnten und sollten unsere Fantasie anregen, wie ein sinnvoller und solidarischer Öffentlicher Dienst aussehen könnte und wie zugleich die Solidarität der „Kunden“ gewahrt bleibt

Mittwoch, 21.6.2006    

So gefällt mir attac

(Link weg) Peter Wahl knöpft sich den Präsidenten vor:
(Link weg) * "Köhler, bleib bei Deinen Leisten!"
* Attac: Bundespräsident als ideologischer Wasserträger der Neoliberalen :

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Forderung des Bundespräsidenten nach mehr Druck auf Arbeitslose scharf kritisiert. "Köhler geriert sich wieder einmal als Arbeitgeberpräsident," sagte Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis.
weiter gehts ...

Freitag, 16.6.2006    

sprachlich brillante Demütigung

Wer dagegen einer analytisch klaren und sprachlich brillanten Demütigung des ökonomischen Zeitgeistes beiwohnen möchte, ...

Via Nachdenkseiten eine Buchempfehlung (Link weg!).

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ok, dies: Heiner Flassbeck, "50 einfache Dinge, die Sie über unsere Wirtschaft wissen sollten"

Österreichisches Sozialforum

Auch die Österreicher haben ein Landes-Sozialforum: www.socialforum.at

Graz kenne ich nur als Besucher. ich finde das ist ein sehr guter Platz für so eine Veranstaltung. Läuft gerade an diesem verlängertem Wochenende - von München beifällige Grüße nach Graz!

Sonntag, 11.6.2006    

Eiskalt genießen - eiskalt erschießen

Schön plastisch wird die Kampagne zur Saison dargestellt.
MAKE IT REAL – In Kolumbien werden die meisten Morde an GewerkschafterInnen weltweit verübt. Coca-Cola profitiert davon. Coca-Cola ist Hauptsponsor der WM 2006.

Wie erwähnt, ist die Kolumbienkampagne beim LabourNet untergebracht, guckt mal rein.

Passend dazu, jetzt "amtlich": Das EWH - eine Coca Cola-freie Zone, gut.

Samstag, 10.6.2006    

Leg dich nicht mit mir an, Mädchen

Einige Entwicklungen in Lateinamerika sind Balsam für die globalisierungskritische Bewegung - Zapatisten, Chavez, Morales ... (Lula?)

Der Durchmarsch der kapitalistischen Gleichschaltung kriegt gelegentlich Risse. Trotzdem, gerade da wo man seine Hoffnungen hin richtet muß ich erst recht genau hingucken. Das Münchner "Ökbüro" leistet hier viel Aufklärungsarbeit zu Südamerika, heute Abend wieder im Kulturladen Westend (Link weg) (ich komme dabei leider zeitlich meist nicht nach).

Ich komme drauf, weil mir dieser Artikel von Wolf-Dieter Vogel gerade in den Browser fiel: Diesseits des Caudillos - Durch Chávez hat der bolivarianische Prozeß einen autoritären Charakter (aus dem iz3w 392).

... Hugo Chávez Ende Februar zur US-amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice ... "Leg dich nicht mit mir an, Mädchen."

etwas später ...
Progressiv? - der Satz wohl nicht, die Politik dagegen schon (Praxis, Gesetze, Verfassung ..)

Ich war im Kulturladen, und Dario Azzellini gab ein für manche überraschend positives Bild der Politik in Venezuela (im Gegensaz zum obigen Link) - die natürlich nach wie vor gefährdet ist, das darf man in keinem Augenblick vergessen. Der Saal hörte lange konzentriert zu, die Diskussion der Fragen zog sich ungewohnt lange bis 23h hin und lies sich nur mit Mühe abbrechen ..

Das Buch: Venezuela bolivariana. Revolution des 21. Jahrhunderts? (ISP-Verlag).

Da will ich drauf zurückkommen - auch wenn es dauern kann.

Jetzt nur 1 Punkt: Dario Azzellini betonte in der Diskussion mehrfach (zwar ohne Tucholski direkt zu zitieren) den Sachverhalt, wie ihn Tucho in ganz anderem Zusammenhang brachte: "Sie meinten sie wären an der Macht, dabei waren sie nur an der Regierung".

Montag, 5.6.2006    

Vergleich des Tages

Wenn in einer Gemeinschaft einige hungern und zur Lösung des Problems vorgeschlagen wird, die übrigen sollten noch mehr essen, wären wir wahrscheinlich fassungslos.
Wenn in einer Gemeinschaft aber einige ohne Arbeit sind und jemand vorschlägt, die übrigen sollten noch mehr arbeiten, wird so etwas ernsthaft diskutiert!

(via Jaaa, Blog)

Sonntag, 4.6.2006    

Umverteilen erfolgreich

(Link weg)

Das Bild zur Sozialkampagne - von ver.di Wipo. Vom Januar, aber bleibend instruktiv.

Schämen für die Gewerkschaft

... so weit kommts, wenn man manchen Eiertanz "unserer Spitzen" erlebt: Jüngstes Beispiel war die kurzfristige Absage vom ver.di Chef zur Demo vom 3.6. in Berlin.
Leider konnte ich nicht selber hin - ich komme hier ja kaum mit meinen Hausaufgaben klar - aber der Bsirske sitzt eh in Berlin ..

Und ständig habe ich das Gefühl von peinlichen Anbiederung der Gewerkschaftsmehrheit an die Regierungen - vor allem natürlich an die SPD. Auch in München fällt das schmerzlich auf: man personalisiert bis zum Geht-nicht-mehr auf Stoiber, jeder SPD-Mandatsträger wird anbiederisch begrüßt (warum wird so lächerlich verdrängt - die machen ungerührt Wahlkampf mit dem und nicht gegen den Sozialabbau!!)

Also - das wird für länger möglicherweise das letzte Mal gewesen sein, daß jemand wie Bsirske "außerhalb des eigenen Sumpfes" zum Reden eingeladen wird, könnte ich mir vorstellen.

Dabei gibt es bei ver.di vielversprechende inhaltliche Aktivitäten - die Grundlagentexte zur Wirtschaftspolitik der letzten Jahre (meine spezielle Empfehlung: dort gibt es auch RSS-Feeds!), oder jetzt das frische Kapitel im Web, http://perspektiven.verdi.de (da leider ohne RSS)

Bei Indymedia gibts wie meistens mehr zur Berliner Demo.

Samstag, 3.6.2006    

flexible Arbeitszeiten

Stuttmann wieder mal (mit einem Klassiker) (via CNH Berlin).

Freitag, 2.6.2006    

Richtig Fragen

"Wenn du eine Mehrheit von Befragten erreichen willst, dann formuliere die Frage so, dass sich Gruppen aus gegensätzlichen Lagern addieren.”

Hier wird Albrecht Müller zitiert (am Beispiel Hartz 4).

Schöne Erinnerung daran, warum ich es generell für besser halte, Distanz zu Meinungsumfragen zu wahren.

Montag, 29.5.2006    

Teil eines Konzepts, das Gewalt ...

(kaum Zeit, aber das muss ich noch ...)

Auch via Nachdenkseiten - Christoph Butterwegge beim Friedensratschlag:

Aufrüstung und Sozialabbau bilden immer schon zwei Seiten einer Medaille. Beide sind Teil eines Konzepts, das Gewalt als legitimes Mittel der Politik versteht. Massenarbeitslosigkeit und steigende (Kinder-)Armut sind in einem so wohlhabenden Land wie der Bundesrepublik "strukturelle Gewalt" (Johan Galtung). Gleichzeitig beteiligt sich die Bundesregierung im EU-Rahmen am Aufbau einer Schnellen Eingreiftruppe, womit sie das Ende der "Zivilmacht Europa" einleitet und militärischer Gewalt nach außen den Vorzug gegenüber anderen Möglichkeiten der Konfliktlösung gibt. (meine Hervorhebung)

....
Aahh - nicht direkt zum Artikel, aber ..

.. das kann ich gleich an dieser Stelle loswerden: Der Begriff "Konfliktlösung" ist in der Friedensbewegung außerordentlich beliebt - ich bin darüber nicht so begeistert: Damit wird allzu leicht das Versprechen von "Lösungen" suggeriert, wo es doch in der Regel gerade mal um Vermeidung von Verschlimmerungen geht.
Zivile Konfliktlösungen statt militärische - das klingt dich als ob man die Wahl zwischen "Lösungswegen" hat, wo es fast immer darum ginge, erst mal die Problemverschärfenden Einmischungen zu beenden ...

(aber das ist hier nicht ein Problem von Christoph, sondern in meinen Augen generell bei der Argumentation von Friedensratschlag und anderen)